FAQ

Gynäkologische Vorsorge & Diagnostik

Bei der gynäkologischen Vorsorge erfolgt zunächst ein ärztliches Gespräch zur Krankengeschichte. Anschließend werden die inneren und äußeren Geschlechtsorgane untersucht, die Brust abgetastet und – je nach Alter und Risiko – ein Zellabstrich vom Gebärmutterhals (PAP-Test) sowie ggf. eine HPV-Testung durchgeführt.

Die Früherkennung erfolgt durch regelmäßige Zervixabstriche (PAP-Test) und den Nachweis von Hochrisiko-HPV-Typen. Auffällige Befunde können durch weiterführende Diagnostik abgeklärt werden.

Ein vaginaler Ultraschall wird eingesetzt, um Gebärmutter und Eierstöcke genauer zu beurteilen, z. B. bei Unterbauchschmerzen, Zyklusstörungen, Blutungsauffälligkeiten oder im Rahmen der Kinderwunschdiagnostik.

Schwangerschaft

Bei der ersten Vorsorgeuntersuchung werden Schwangerschaft und Schwangerschaftsalter bestätigt, medizinische Vorgeschichte erhoben, Laboruntersuchungen veranlasst und der Mutterpass angelegt.

Die kindliche Entwicklung wird durch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen, Ultraschallkontrollen sowie Blut- und Urinuntersuchungen der Mutter überwacht.

Typische Beschwerden wie Rückenschmerzen, Übelkeit, Wassereinlagerungen oder Beckenbodenschwäche können ärztlich begleitet und ggf. durch Akupunktur oder weitere Maßnahmen gelindert werden.

Kinderwunsch

Zunächst werden Zyklusverlauf, hormonelle Situation und die Funktion der Eierstöcke untersucht. Ergänzend können Ultraschalluntersuchungen sowie beim Partner ein Spermiogramm durchgeführt werden.

Hormonelle Störungen werden über gezielte Blutuntersuchungen zu definierten Zeitpunkten im Zyklus erkannt, z. B. durch Bestimmung von FSH, LH, Estradiol, Progesteron oder TSH.

Je nach Ursache kommen Zyklusoptimierung, hormonelle Unterstützung oder die Überweisung an spezialisierte reproduktionsmedizinische Zentren für weiterführende Verfahren in Betracht.

Ein unerfüllter Kinderwunsch kann emotional stark belasten. Psychosoziale Beratung hilft, Stress zu reduzieren, Entscheidungsprozesse zu begleiten und die seelische Gesundheit zu stabilisieren.

Sportgynäkologie

Hohe Trainingsbelastung und Energiemangel können den Hormonhaushalt beeinflussen und zu unregelmäßigen Zyklen oder dem Ausbleiben der Menstruation führen.

Die Behandlung erfolgt meist konservativ durch gezieltes Beckenbodentraining, Anpassung der Trainingsbelastung und individuelle Beratung.

Eine Beratung ist sinnvoll bei Zyklusstörungen, Leistungsabfall, Inkontinenz oder Fragen zur Verhütung bei intensiver sportlicher Aktivität.

Inkontinenz & Beckenboden

Typische Symptome sind ungewollter Urinverlust, Druckgefühl im Becken, Schmerzen oder Schwierigkeiten beim Halten von Urin unter Belastung.

Die Diagnose basiert auf Anamnese, gynäkologischer Untersuchung und ggf. ergänzenden Untersuchungen zur Unterscheidung der Inkontinenzform.

Nicht-operative Therapien umfassen Beckenbodentraining, Lebensstilberatung und moderne Trainingsmethoden wie elektromagnetisch unterstütztes Beckenbodentraining.

Beim Pelvipower-Training wird die Beckenbodenmuskulatur durch elektromagnetische Impulse aktiviert, wodurch Muskelkraft und -koordination verbessert werden können.

Nachsorge nach Brustkrebs

Die gynäkologische Betreuung unterstützt bei hormonellen Veränderungen, Nebenwirkungen der Krebstherapie und langfristiger gesundheitlicher Stabilisierung.

Adjuvante Therapie beim Mammakarzinom bezeichnet alle Behandlungen nach der Operation, die das Ziel haben, verbliebene mikroskopische Tumorzellen zu zerstören und das Rezidiv- und Metastasierungsrisiko zu senken. Welche Therapie eingesetzt wird, hängt von Tumorbiologie und Stadium der Erkrankung ab.

Ganzheitliche Betreuung

Viele gynäkologische Themen betreffen nicht nur den Körper, sondern auch Psyche und Lebenssituation. Eine ganzheitliche Betreuung berücksichtigt diese Zusammenhänge.

Sie ist besonders hilfreich bei Kinderwunsch, chronischen Beschwerden, belastenden Diagnosen oder während hormoneller Umstellungsphasen.

Organisation & Versorgung

Durch die Zusammenarbeit mehrerer Fachärzt:innen in der Gemeinschaftspraxis ist eine kontinuierliche Betreuung auch bei Abwesenheiten sichergestellt.